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 Von der Rudergruppe III bis zur BSG Robotron
 (1946 bis 1990)

- 1946 - 1947 - 1949 - 1953 - 1953/63 - 1963 - 1967 - 1968 - 1972 - 1978 -

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1946
Die Alliierten gestatten, dass wieder organisiert Sport betrieben werden kann. Nach einiger Zeit wird auch das Rudern wieder gestattet. Vom Bezirksamt Köpenick werden Rudergruppen gebildet, wir gehören zur Rudergruppe III und sind im Bootshaus des Akademischen Rudervereins untergebracht. Zusammen mit dem ARV und Teutonia versuchen wir den Ruderbetrieb wieder in Gang zu setzen. Den Vorsitz übernimmt Georg Klatt, die gröbsten Schäden am Bootshaus werden beseitigt, es wird wieder heizbar gemacht.
1947
Am 1. Januar beginnt der offizielle Ruderbetrieb, erste Wanderfahrten werden unternommen, eine Interne Regatta wird durchgeführt, das Renntraining beginnt.
1949
Ziehen wir, nachdem die Russen mit ihrer Maultierkolonne unser Bootshaus verlassen haben, wieder zurück&xnbsp;in unser heutiges Heim.
Vorsitzender wird Günter Abel. Die Mannschaft Rumpf, Gülzow, Seemann Stm Kolke wird Ostzonenmeister, ebenso Heinz Stanjek im Einer Trainer ist Max Kümpfel, ein ehemaliger Teutone.
Boote von Teutonia, im Krieg vorsichtshalber nach Klein Köris ausgelagert, werden nach Grünau geholt (1 Achter, 2 Vierer, 1 Zweier). An unserem Bootshaus werden die gröbsten Schäden beseitigt. Georg Arlt wird Bootsdiener und Ökonom, Carl Burow Hauswart.
1953
Unser Verein heißt jetzt SG Grünau und ist der einzige Privatverein ohne jegliche betriebliche Bindung. Er ist führend im Renn- und Wanderrudern und den Offiziellen ein Dorn im Auge, denn alle anderen Rudervereine sind BSGn oder Sportclubs.
1953-1963
Ständiger Sieger im Wanderruderwettbewerb (1953 bis 1963), Sieger auf vielen Regattaplätzen (mehrere Deutsche Jugendmeister), Mitarbeit im Regattaausschuss, Vorsitz in der Wanderruderkommission Berlin, Mitglied im Fachausschuss usw. bestimmen die Jahre bis zum Mauerbau.
1956
Übernimmt Konrad Erdmann von Max Kümpfel den Vorsitz.
1961
Ab dem Mauerbau können unsere in Westberlin wohnenden Mitglieder nicht mehr ins Bootshaus kommen, ihre Mitgliedschaft ruht. Erwin Matthes wird Sektionsleiter, Arno Fritsch löst Günter Seelig als Trainer ab und wird in seiner Amtszeit mit seinen Mannschaften 1680 Siege, darunter 58 Gold-, 59 Silber- und 37 Bronzemedaillen bei DDR-Meisterschaften erringen.
1963
Der Bootsplatz wird betoniert.
1967
Die Fußbodendielen werden aus den Bootshallen entfernt und durch einen Betonfußboden ersetzt.
1968-1971
Umfangreiche Baumaßnahmen unter der Leitung von Rüdiger Niebann und Klaus Himmel im Sanitärbereich, in den Umkleideräumen sowie im Thekenraum, später dann komplett neue Fenster sowie die Außenverputzung lassen unser Bootshaus in einem neuen Licht erstrahlen. Eine weitere Baumaßnahme ist die Komplettsanierung des Saales.
1972-1978
Man will von offizieller Seite diesen einzigen Privatverein, die SG Grünau, die auch noch ein Filet-Grundstück an der Regattastrecke besitzt, am liebsten weghaben. Es werden uns ständig Steine in den Weg gelegt, uns wird nicht gestattet, ein Trainingszentrum zu bilden, man versucht mit allen Mitteln, der neu gebildeten EGA die Starterlaubnis zu entziehen, man setzt uns politisch unter Druck. Wir sehen uns gezwungen, einen Trägerbetrieb zu finden das gelingt.
1978
Unter der Leitung von Dr. Heinz Kinzelmann werden wir eine Sektion der BSG Robotron Berlin mit vielen Sonderrechten u.a. dürfen wir weiter unsere Flagge führen und sehr entscheidend: Wir dürfen unsere Finanzen selbst verwalten und bekommen kräftige Zuschüsse von der BSG.
Die ständigen Sticheleien des Fachausschusses hören schlagartig auf. Unsere finanzielle Situation verbessert sich erheblich 12 Rennboote werden in der BSG-Zeit angeschafft. Im Wanderrudern belegen wir wieder den 1. Platz. Bei den Meisterschaften und anderen Regatten werden die BSGn gesondert gewertet, dadurch verbessern sich unsere Siegeschancen erheblich. Die Mitgliederstärke wächst auf 250. Peter Schulz und Gerhard Mischke leiten die Jugendabteilung mit 35 Jugendlichen.